Die Webseite der Arztpraxis – das Praxisschild für moderne Zeiten
Eine gute Webseite einer Arztpraxis informiert nicht nur schnell über Sprechzeiten, Lageplan und Telefonnummer, sondern sie schafft auch Vertrauen zum Arzt und zum Team. Qualität in Inhalt, Layout, Bildmaterial ist hierzu sehr wichtig.
Eine Webseite widerspricht nicht dem Werbeverbot der Ärzte – im Gegenteil. Sie ist auch nach Auffassung der Landesärztekammern sinnvoll und notwendig. Es sind aber Regeln und Einschränkungen aus diversen Rechtsquellen zu beachten.
Besuchen Sie unsere Demo-Beispiele – von der einfachen zur aufwändigeren Lösung.
Die Domain
Bei 8 Millionen angemeldeten de-Domains sind passende und gut merkbare Internet-Adressen rar geworden. Und: das ärztliche Standesrecht verbietet Werbung. Daher darf eine Domain weder anpreisend noch marktschreierisch noch irreführend sein (z.B. durch Vortäuschung einer Alleinstellung). Gute Beispiele wären allgemeinarzt-schaefer.de, dr-wolbers.de, zahnarzt-berger.de. Abzulehnen wäre hingegen top-augenarzt.de.
Die Verwendung einer anderen top-level-Domain als "de" ist möglich, aber kritisch zu sehen. "org" weist normalerweise auf Non-Profit-Organisationen hin, "com" auf Firmen, "eu" auf eine europäische Bedeutung. "net" wäre inhaltlich machbar, aber auch ungewöhnlich.
Manche Internet-Dienstleister lassen sich als Inhaber der Domains ihrer Kunden registrieren. Sobald nun ein neuer Dienstleister beauftragt werden soll, muss die Domain übertragen werden – der bisherige Dienstleister muss seine Zustimmung geben – eine für den Kunden unangenehme Situation. Diese Taktik verfolgen wir nicht. Bei uns wird der Kunde als Domaininhaber eingetragen und hat damit das vollständige Verfügungsrecht. Bei einer Namensdomain ("dr-meyer.de") ist derartiges Vorgehen ohnehin unzulässig.
Gestalterische Grundsätze
Sachliche Kompetenz steht im Vordergrund, aber auch die Individualität des Arztes. Effekte müssen immer zum Thema passen und dürfen nur sparsam eingesetzt werden. Gedeckte, ruhige Farben sind gegenüber kräftigen Farben vorzuziehen.
Vor ein paar Jahren waren HTML-Befehle und Tabellenlayouts üblich, um grafische Ordnung zu erzeugen, diese sind mittlerweile aber "mega-out". Sie haben viele Nachteile. Heute fertigt man Layouts mit Hilfe von CSS (Cascading Style Sheets). Diese sorgen für gutes und modernes Design ("Web 2.0") und aufgeräumte Quellcodes. Aufgrund der Trennung von Layout (externe CSS-Dateien) und Inhalt (die eigentlichen Seiten, HTML) können Layoutveränderungen schnell für die gesamte Webseite durchgeführt werden.
CSS ist ähnlich wie, aber auch weitaus mehr als man es von Formatvorlagen, z.B. aus Word kennt. Hierüber lassen sich nicht nur Schriftgrößen und Abstände, sondern auch Positionen der Elemente auf der Seite steuern oder Ränder und Schatten anlegen. Beispiele: Eine Seite wird mit Rahmen und Schatten auf dem Bildschirm (egal welchem) zentriert oder alle Bilder erhalten eine elegante weiße Umrandung und einen leichten Schatten nach hinten.
Eine feste Seitengröße nach Art einer Papierseite ist nicht (mehr) üblich, vielmehr passt sich eine gute Webseitengestaltung den diversen Medien an, ohne hierbei an Ordnung zu verlieren. Die Länge der einzelnen Seiten nach unten kann durchaus unterschiedlich sein – legt man sich auf eine feste vertikale Größe fest, nimmt man sich zu viel an inhaltlicher Freiheit.
Das Menü
Ein Pull-Down-Menü, bei dem die Unterpunkte aufklappen, kann gut per CSS angelegt werden. Umständliche Lösungen wie Javascript-gesteuerte Bitmaps sind nicht mehr nötig. CSS bietet ausreichend gestalterische Möglichkeiten, um die Befehle wie elegante Buttons aussehen zu lassen oder nach Art einer Tab-Navigation. Es ist flexibel – zukünftige Änderungen oder Erweiterungen gehen "ruckzuck".
Zwei Beispiele. Farben, Buttonbeschriftungen, Verhalten etc. lassen sich schnell über CSS-Code ändern:
- schattiertes Pull-out Menü, das fest stehen bleibt
- geschickt gewählte CSS-Farbverläufe erzeugen elegante Buttons
Content Management System (CMS)?
Inhaltliche Überarbeitungen sind erforderlich, wenn sich z. B. Sprechzeiten ändern, Urlaub anzukündigen ist oder Neuerungen in der Praxis beschrieben werden sollen. Nun möchte der Kunde aber nicht wegen jeder Aktualisierung den Grafiker einschalten – ContentManagement ist die Lösung. Die Webseiten können hierbei vom Arzt selbst über ein Login im Internet bearbeitet werden. Die Installation eines CMS ist aber etwas aufwändiger.
Eine Möglichkeit ohne Datenbank bietet das Mini-CMS "Webyep". Hier kann der Kunde festgelegte Bereiche mit eigenen Inhalten füllen, nicht aber die Seitenstruktur oder Menüpunkte ändern.
Mit etwas vorbereitender Anleitung und etwas PC-Kenntnissen ist es auch machbar, dass der Arzt auch ohne ein ContentManagement-System Seitenbereiche selbst aktualisiert und ins Internet stellt.
Diese Webseite wurde mit dem CMS Contao angefertigt.
Dr. Kuhlicke kann jede Seite selbst verändern.
Eine Webseite, die wir über das Mini-CMS Webyep angefertigt haben.
Der Kunde kann in vorbereiteten Bereichen Texte und Bilder austauschen oder hinzufügen.
Die wichtigsten Inhalte: Anschrift, Lageplan und Praxiszeiten
Dies sind die wichtigsten Informationen einer Arztpraxis. Vor allem jüngere Patienten "googeln" nach ihrer Arztpraxis, um Praxiszeiten und Telefonnummer zu erfahren. Diese wichtigsten Informationen können auf einer einzigen Seite zusammengefasst sein – eine ebenso preiswerte wie oftmals ausreichende Lösung.
Eine einfache Online-Visitenkarte bietet bereits die wichtigsten Informationen.
Kontaktformular
Warum auch immer – manche Patienten scheuen den Anruf. Ein Kontaktformular ist sinnvoll. Es sollte so einfach wie möglich gehalten sein und kann das Thema der Kontaktaufnahme in Form einer Auswahlliste enthalten (Terminwunsch, Rückruf erbeten,..). Eine verschlüsselte Datenübertragung ist wünschenswert, falls es um sensible Inhalte geht.
Galerie, Bilder der Praxis
Gute Bilder aus der Praxis dienen dem im Arzt-Patientenverhältnis äußerst wichtigen Vertrauen. Sie zeigen Behandlungsräume, Wartezimmer und das Team. Es gibt gute Möglichkeiten, dies mit wenig Aufwand zu realisieren: Lightboxes, (automatisch ablaufende) Diashows... Die Qualität hängt natürlich vom Bildmaterial ab, das wir auch gern bei Ihnen anfertigen und mit den Möglichkeiten der Bildbearbeitung weiter optimieren.
Lightbox mit Miniatur-Vorschau der Bilder sowie ggf. Mouse-Over-Texten.
- Selbsttätig ablaufende Diashow
- Diashow mit Miniaturbildern zum Anklicken
- Einfaches Lightbox-Element zur Bildvergrößerung
Portrait des Arztes
Eine stark vertrauensbildende Maßnahme, wenn ein Portrait Sympathie und Kompetenz ausstrahlt. Hierbei ist neben Lebenslauf, Urkunden, Qualifikationen etc. auch das Foto von großer Bedeutung.
Service
Fragebögen geben dem Patienten erste Hinweise, ob man die Arztpraxis aufsuchen sollte (BMI-Rechner, Fragebogen zur Krankheitsgefährdung). Diese müssen natürlich völlig anonym bleiben – ohne Datenübertragung.
Daneben können interessante andere Seiten zum Fachgebiet verlinkt werden oder Dokumente zum Download angeboten werden. Anlässe, die Webseite zu besuchen und Dokumente von Kompetenz.
Tiefgehende Darstellung des Fachgebiets Akupunktur.
Gesetzliche Vorschriften zum Inhalt
Es sind die Pflichtangaben nach dem Telemediengesetz zu beachten. Es müssen neben der Anschrift und Telefonnummer auch die Berufsbezeichnung (Arzt/Ärztin), der Staat, in dem die Approbation erworben wurde, die zuständige Landesärztekammer und kassenärztliche Vereinigung genannt werden. Dies kann in einer Abteilung "Impressum" geschehen.
Daneben ist die Berufsordnung der Ärzte zu beachten (Werbeverbot). Die Webseite darf demzufolge nicht werbend-anpreisend sein ("NUR HEUTE! kostenloser Blutzuckertest"), wohl aber eine sachliche Darstellung der Praxis und des Teams enthalten. Ein Logo der Arztpraxis ist ebenfalls zulässig und sinnvoll.
Und die Kosten?
Diese hängen natürlich vom Aufwand ab. Eine einfache Visitenkarte mit den wichtigsten Basisinformationen bieten wir bereits für 200 Euro an. Eine sinnvolle Größenordnung für eine sehr individuelle Webseite (weniger als 15 Seiten, mehrere Bildergalerien) liegt bei 1500 Euro. Unser Angebot (siehe unten) ist dank guter Vorbereitung besonders günstig.
Weitere Informationen
- "Arzt-Website: Was ist zulässig, was nicht?" Zusammenstellung des rechtlichen Rahmens einer Arzt-Webseite von der Landesärztekammer Brandenburg
- "Stolperfallen bei Arzt-Websiten"; publiziert im Apothekenmagazin med-online, Ausgabe 01/2006
- "Werbung und Marketing in den neuen Medien"; Studie der Universitätsklinik Heidelberg, Abteilung Klinische Sozialmedizin; publiziert im Deutschen Ärzteblatt, Jg. 99, Heft 8 vom 22. Februar 2002
- "Landei war gestern! Was bringt die Praxiswebsite für den Landarzt?"; Bericht der Landesärztekammer Nds. über die Webseiten zweier Praxen, Juni 2012 (der Artikel findet sich auf Seite 23 der pdf)












