Geschichte


Namensgebung und Ursprung

Namensgebung

Grau [althochdeutsch grao, eigentlich "schimmernd", "strahlend"], jede unbunte (das heißt keinen Farbton besitzende) Körperfarbe, die zwischen Weiß und Schwarz steht und sich durch optische Mischung aus beiden erzeugen lässt.

Kunstgeschichte

Beispiele aus der Kunstgeschichte

Grau war bei den Maler nicht sehr beliebt, da mit Grau etwas trübes, langweiliges und grausamen verbunden wurde.

Sie malten erst dann mit Grau, wenn sie diese unbunte Farbe auch in der Realität so sahen. Wie zum Beispiel eine graue Felswand oder eine Maus.

Pablo Picasso
Guernica ( 1937)

Wie der Name schon sagt: „grausam“ oder das „Grauen“. So verwendete Pablo Picasso (1881-1973) in seinem Bild "Guernica" sehr treffend die Farbe Grau für das Grauen und das Leid des Krieges.

James McNeill Whistler
Grau und Gold Schnee in Chelsea (1876)

Der erste Maler, der der Farbe Grau ein ganzes Bild widmete, war James McNeill Whistler. Er malte auf seinem Gemälde „Nocturne in Grau und Gold“ mit sehr viel Grau und erzielte damit den Effekt, dass seine Straßenlaternen aussahen, als würden sie wirklich leuchten, denn Grau bringt andere Farbe noch mehr zum Strahlen.


Kennzeichen


Zusammensetzung

Grau ist heller als Schwarz und dunkler als Weiß, eine Mischung aus den unbunten Farben. Deshalb wird Grau auch als "unbunt" bezeichnet.

Beispiele

Grau ist weder Weiß noch Schwarz und hat die Bedeutung von Zwischentönen.

Grau ist weder Weiß noch Schwarz und hat die Bedeutung von Zwischentönen.
Der graue Markt zum Beispiel ist ein Markt, der sich zwischen legal und illegal bewegt. Grau ist ein Extrem, das genau zwischen zwei Gegensätzen liegt. Wie der „Grauimport“, der zwischen dem legalen Handel und dem Schmuggel liegt, oder die Graue Literatur, die nicht über den Buchhandel verfügbare Literatur.

Aber auch im ganz normalen Alltag wie bei unserem leckeren Graubrot, das ein Mischbrot aus weißem Weizen- und „schwarzem“ Roggenmehl ist.

Wirkung

Der Ruf der Farbe Grau ist eher düster, langweilig, neutral. Wenn wir Grau nicht kennen würden, würden wir es dann wirklich vermissen?

Grau bewegt sich zwischen Weiß und Schwarz, zwei Extremen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Grau repräsentiert die Mitte. Es hat positive wie negative Eigenschaften.

Wenn wir an Grau denken fallen uns sofort die grauen Regentage ein, an denen man nicht viel unternehmen kann oder die „graue Maus“, die nicht auffällt, weil sie wie unsichtbar wirkt und in einer Menge nicht heraussticht.

Grau lässt einen pessimistisch denken und hebt nicht gerade unsere Laune. Doch Grau hat auch eine positive Seite: Grau werden wir, wenn wir alt werden. Klar, dass wir nicht begeistert sind, wenn wir graue Haare bekommen, aber es zeigt auch Reife, Erfahrung und Weisheit.

Albert Einstein

Assoziation

Assoziationen zu Grau

Positiv

Seriös, neutral, ausgewogen, dezent, zurückhaltend, die Intelligenz, die Weisheit, die Gemütlichkeit

Negativ

Unverbindlich, unbestimmt, pessimistisch, langweilig, mystisch, geheimnisvoll, kläglich




Anwendungsbeispiele

Grau in der Modewelt

Vom festlich-vornehmen Silbergrau bis zum gewöhnlichen Staubgrau, vom dunklen, tristen Grau bis zum feinen Hellgrau gibt es alle Übergänge. Grau darf in keinem Kleiderschrank fehlen, denn das ist ein guter Kompromiss von Weiß, Schwarz und bunten Farben. Um eine neutrale oder konservative Haltung zu verstärken, wird Grau gerne in der Berufswelt getragen. So kann man eine unparteiische Haltung einnehmen und nicht viel von sich Preis geben.

Um einen starken Akzent zu setzen, passt eine kräftige Farbe gut zu Grau: Wie beispielsweise ein rotes Tuch oder ein farbiger Gürtel, womit man nicht allzu trist wirkt und die Erscheinung professionell wirkt. Die Farbe Grau bevorzugen Menschen, die eher vorsichtig und zurückhaltend bzw. lieber im Hintergrund sind.

Grau in der Werbung

Produkte oder Logos sind nicht oft Grau, da Grau eher trist und farblos wirkt, also von Menschen kaum wahrgenommen wird und in den Hintergrund tritt.

Doch um sachlich und edel zu wirken ist Grau in Verbindung mit etwas hellem etwas positives. Es zeigt Seriosität ohne viele Spielchen.